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| Entstehung |
Das heutige Internet, wie es nahezu jedem PC-Betreiber zur Verfügung steht, der ein Modem besitzt, ist in den letzten Jahren explosionsartig gewachsen, und ein Ende ist nicht abzusehen. Die vielfältigen Anwendungsgebiete, die mittlerweile geboten werden, tragen zu seinem Erfolg bei und sind nicht mehr zu begrenzen.
Das Internet hat seine ersten Quellen in den USA. Dass diese jedoch auf dem militärischen Sektor lagen, ist aus heutiger Sicht nicht mehr sofort erkennbar. 1962, zur Zeit des kalten Krieges, präsentierte Paul Baran von der RAND Corporation eine Lösung, wie die militärische Kommunikation trotz eventueller atomarer Zerstörung mehrerer Bereiche aufrecht erhalten bleiben könne. Er dachte an ein System "ohne Zentrale Steuerung und Kontrolle"
[Ernst, Yves; HTML, 1996; Data Becker, S. 30ff], das in der Lage ist, trotz Zerstörung einiger Verbindungsknoten, zu funktionieren. Die Idee von einem sog. "unzuverlässigen Netzwerk" war geboren.
Die Art der Datenübertragung sollte paketweise jeweils mit derselben Adresse auf mehreren Wegen geschehen. Es sollte sichergestellt werden, dass mindestens soviel Datenmaterial das Ziel erreichte, dass die vollständige Information zusammengesetzt werden konnte.
Den ersten Einsatz dieser Methode unternahm die ARPA (Advanced Research Project Agency), eine Projektgruppe des Verteidigungsministeriums, um vier Universitäten für Forschungszwecke zu verbinden.
1972 umfasste das ARPANET bereits 40 Computer und wurde erstmals auf der "First International Conference on Computer Communications" präsentiert. Dort wurde das Potential des Systems erkannt und erfolgreich weiterentwickelt. Es dauerte jedoch bis 1982 bis das bisherige Protokoll (vgl.
Protokolle) NCP (Network Control Protocol) von der heute dominierenden Protokollfamilie TCP/IP (Transmission Control Protocol/Internet Protocol) abgelöst wurde, um zusätzliche Verbindungsmöglichkeiten zum ARPANET, z.B. via mobile Rechner oder Satellitensysteme, schaffen zu können.
Bell Laboratories von AT&T entwickelte ab 1979 das UUCP (Unix-to-Unix-Copy-Protocol) und nutzte erstmals zur Datenübertragung bereits bestehende Telefonleitungen. Später konnte erstmals mit TCP/IP eine Verbindung zum ARPANET hergestellt werden. Dies führte, wie auch die Tatsache, dass das neue Protokoll kostenlos in das Betriebssystem UNIX implementiert wurde, Anfang der 80er, zur Erklärung des sog. nationalen Standards durch das Department of Defense. |
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